Schalldämmung Materialien Tabelle: Rw-Werte für Wand, Fenster und Tür

Schalldämmung Materialien Tabelle: Rw-Werte für Wand, Fenster und Tür

Im Musterbeispiel eines Schallschutznachweises, das ein Ingenieurbüro zur Orientierung ins Netz gestellt hat, steht eine Rechnung, die jeder kennen sollte, der sich eine Tabelle mit Schalldämmwerten anschaut. Eine Wohnungstrennwand aus 24 Zentimetern Kalksandstein, beidseitig verputzt, wiegt 476 Kilogramm pro Quadratmeter. Die Normgleichung macht daraus ein Schalldämm-Maß von 60,5 dB. Dann kommen die Nebenwege hinzu, also Decke, Boden und Außenwand, über die der Schall seitlich um die Trennwand herumläuft. Danach sind es 57,5 dB. Dann zieht die Norm noch 2 dB Sicherheitsabschlag ab. Übrig bleiben 55,5 dB. Die Anforderung liegt bei 53. Bestanden.

Von 60,5 auf 55,5, fünf Dezibel weg, ohne dass irgendwer gepfuscht hätte. Wer eine Materialtabelle liest, sollte das im Hinterkopf haben: Die Zahl darin beschreibt das Bauteil im Prüfstand oder in der Rechnung, nicht die Ruhe in Ihrem Schlafzimmer.

Trotzdem braucht man die Tabelle. Wer eine Wand plant, eine Trennwand einziehen will oder wissen möchte, ob die Wand zum Nachbarn überhaupt der Rede wert ist, fängt mit diesen Werten an. Hier stehen sie, nach Bauteil sortiert und jeweils mit Quelle.

Ein Hinweis vorab, weil die Suche danach oft verwechselt wird: Diese Tabelle handelt von Schalldämmung, also davon, wie viel Schall durch ein Bauteil hindurch in den Nachbarraum gelangt. Wie stark eine Oberfläche den Schall im eigenen Raum schluckt, ist Schallabsorption, und dafür gibt es eine eigene Tabelle der Absorptionsgrade. Ein Material kann in der einen Tabelle glänzen und in der anderen durchfallen.

Was der Rw-Wert bedeutet

Das bewertete Schalldämm-Maß Rw fasst in einer Zahl zusammen, wie viele Dezibel ein Bauteil zwischen zwei Räumen wegnimmt. Gemessen wird in Terzbändern, danach wird die Messkurve nach DIN EN ISO 717-1 mit einer Bezugskurve verglichen, und heraus kommt ein Einzahlwert. Die deutsche Wikipedia nennt dabei den größten Schwachpunkt des Verfahrens ohne Umschweife: Die Frequenzabhängigkeit geht verloren, und der Bereich unter 100 Hz, in dem Bässe und Motorbrummen liegen, fließt nicht ein.

Drei Schreibweisen tauchen in Datenblättern auf, und sie sind nicht austauschbar:

  • Rw ist der Wert des Bauteils allein, im Labor gemessen oder nach Norm berechnet. Alle Werte in den Tabellen unten sind Rw.
  • R'w mit Strich ist das Bau-Schalldämm-Maß. Es enthält die Nebenwege über angrenzende Bauteile und ist das, was im fertigen Haus zählt. Die Anforderungen der DIN 4109-1 sind in R'w formuliert.
  • Rw + Ctr ist der Rw-Wert mit einem Korrekturwert für tieffrequenten Lärm wie Verkehr und basslastige Musik. Ctr ist fast immer negativ, bei leichten Wänden deutlich.

Faustregel für das Gehör: Zehn Dezibel mehr Dämmung empfinden die meisten Menschen als ungefähr halb so laut.

Die Formel, auf der fast alles beruht

Für eine einschalige Wand, also Mauerwerk oder Beton ohne Luftschicht, bestimmt im Wesentlichen ein einziger Wert die Dämmung: das Gewicht pro Quadratmeter, die flächenbezogene Masse m'. Die Baustoffart spielt eine Nebenrolle. BauNetz Wissen formuliert es für Mauerwerk so: Je schwerer die Wand, desto besser die Schalldämmung.

Die Theorie dahinter heißt Bergersches Massegesetz. Es besagt, dass jede Verdopplung der Masse das Schalldämm-Maß um 6 dB erhöht, bei einer bestimmten Frequenz, und ebenso jede Verdopplung der Frequenz. Deshalb dämmen Wände hohe Töne so viel besser als tiefe. Die Stimme des Nachbarn verschwindet, sein Subwoofer nicht.

Für die Praxis rechnet die deutsche Norm DIN 4109-32 mit einer empirischen Gleichung, die in jedem Schallschutznachweis steht:

Rw = 30,9 · lg(m') − 22,2 dB (m' in kg/m²)

Für Porenbeton verwenden die Nachweisbeispiele eine eigene, etwas andere Gleichung, Rw = 32,6 · lg(m') − 22,5 dB. Beide sind in den Beispielrechnungen der DIN 4109-2 abgedruckt.

Ein Detail, das mich beim Nachrechnen überrascht hat: Nach der Normgleichung bringt eine Verdopplung der Masse nicht 6, sondern 9,3 dB. Das ist kein Widerspruch zum Massegesetz. Die 6 dB gelten für eine einzelne Frequenz, die Gleichung dagegen ist eine Anpassung an gemessene Wände über das ganze bewertete Spektrum. Für den Leser heißt das nur: Schwerer lohnt sich bei Massivwänden eher mehr als die Lehrbuchzahl verspricht.

Tabelle 1: Massivwände nach DIN 4109-32

Gerechnet mit den Gleichungen oben. Die Rohdichten folgen den Rechenwerten, wie sie in den Nachweisbeispielen verwendet werden: Kalksandstein RDK 2,0 mit Dünnbettmörtel 1.900 kg/m³, RDK 1,8 entsprechend 1.700 kg/m³, Porenbeton RDK 0,55 mit 525 kg/m³, Stahlbeton 2.400 kg/m³. Mauerwerk ist beidseitig mit je 10 mm Gipsputz gerechnet (zusammen 20 kg/m²), Beton ohne Putz.

BauteilDickem' (kg/m²)Rw (dB)
Porenbeton RDK 0,55, verputzt10 cm7338
Porenbeton RDK 0,55, verputzt11,5 cm8040
Porenbeton RDK 0,55, verputzt17,5 cm11244
Porenbeton RDK 0,55, verputzt24 cm14648
Kalksandstein RDK 2,0, verputzt11,5 cm23951
Stahlbeton10 cm24051
Stahlbeton14 cm33656
Kalksandstein RDK 1,8, verputzt17,5 cm31855
Kalksandstein RDK 2,0, verputzt17,5 cm35356,5
Kalksandstein RDK 1,8, verputzt24 cm42859
Stahlbeton18 cm43259
Kalksandstein RDK 2,0, verputzt24 cm47660,5
Stahlbeton20 cm48060,7
Quelle: Gleichungen nach DIN 4109-32, Rechenweg wie in DIN 4109-2 Anhang D und im Nachweisbeispiel von gaf-online; Tabellenwerte eigene Berechnung. Die Werte für 24 cm KS RDK 2,0 (60,5 dB) und 20 cm Beton (60,7 dB) stimmen mit den dort abgedruckten Zahlen überein.

Sortiert ist die Tabelle in Wahrheit nach Gewicht. 11,5 cm Kalksandstein und 10 cm Beton landen beide bei 51 dB, weil sie gleich viel wiegen. Vorsicht bei Lochsteinen. Der KS-Schallschutzrechner der Kalksandsteinindustrie weist ausdrücklich darauf hin, dass wärmedämmende Lochsteine, die nicht der DIN 4109-32 entsprechen, zum Teil deutlich schlechter dämmen als ihr Gewicht vermuten lässt. Bei diesen Steinen gehört der Prüfwert des Herstellers in die Rechnung, nicht die Gewichtsformel.

Zum Vergleich nennt BauNetz Wissen Bau-Schalldämm-Maße R'w verputzter Wände, also inklusive Nebenwege und nach älteren Rechenwerten: Hohlblocksteine RDK 0,8 mit 44 dB (17,5 cm) und 46 dB (24 cm), Hochlochziegel RDK 1,2 mit 45 und 48 dB, Betonsteine RDK 1,4 mit 48 und 52 dB, Kalksandstein RDK 1,8 mit 51 und 54 dB. Diese Zahlen liegen unter den Rw-Werten der Tabelle, zum Teil wegen der leichteren Steine, zum Teil wegen der Nebenwege, von denen die Einleitung handelt.

Tabelle 2: Trockenbauwände nach Herstellerprüfung

Bei leichten Wänden versagt die Gewichtsformel, und zwar zu ihren Gunsten. Eine Ständerwand ist ein Masse-Feder-Masse-System: zwei Plattenlagen, dazwischen Luft und Mineralwolle. Die Luftschicht entkoppelt die Schalen, die Mineralwolle dämpft die Resonanz im Hohlraum. Die Werte stammen aus der Systemübersicht W11.de von Knauf, Rw laut Prüfung, Rw,R ist der um Sicherheitszuschläge verminderte Rechenwert für die Planung.

KonstruktionWanddickeMineralwolleRw (dB)Ctr (dB)Rw,R (dB)
W111, CW 50, je Seite 1 × 12,5 mm Knauf Bauplatte75 mm40 mm44,2−10,942
W111, CW 75, je Seite 1 × 12,5 mm Bauplatte100 mm60 mm47,6−9,845
W112, CW 50, je Seite 2 × 12,5 mm Bauplatte100 mm40 mm54,1−11,052
W112, CW 75, je Seite 2 × 12,5 mm Bauplatte125 mm60 mm55,9−7,553
W112, CW 100, je Seite 2 × 12,5 mm Bauplatte150 mm80 mm58,4−6,656
W112, CW 50, 2 × 12,5 mm Diamant (55 kg/m²)100 mm40 mm59,4k. A.k. A.
W115, Doppelständerwerk, zweilagigvariiertja64,7 bis 74,4variiertvariiert
Quellen: Knauf W11.de Metallständerwände Systemübersicht (Tabellen W111, W112, W115); Knauf, Gewichtsoptimierung im Wohnungsbau (W112 mit Diamant-Platten).

Die W112 mit Diamant-Platten wiegt laut Knauf 55 kg pro Quadratmeter und erreicht 59,4 dB. Eine Massivwand mit demselben Rw müsste nach der Gleichung aus Tabelle 1 rund 437 kg pro Quadratmeter wiegen. Das ist das Achtfache, ungefähr 18 cm Stahlbeton. Die Trockenbauwand ist 10 cm dick.

Der Haken steht in der Spalte Ctr. Bei der einfachsten W111 sinkt der Wert mit Korrektur für tiefe Frequenzen von 44,2 auf 33,3 dB. Die Leichtbauwand ist gut gegen Sprache und schwächer gegen Bass, genau dort, wo das Masse-Feder-Masse-System seine Resonanz hat. Wer eine Wand gegen ein Heimkino oder einen Proberaum plant, sollte deshalb Rw + Ctr vergleichen, nicht Rw allein. Wie man eine bestehende Wand zum Nachbarn mit einer Vorsatzschale nach demselben Prinzip nachrüstet, steht im Beitrag zur Schalldämmung der Wand zum Nachbarn.

Tabelle 3: Fenster nach Schallschutzklassen

Fenster werden in Deutschland traditionell in sechs Schallschutzklassen nach VDI 2719 eingeteilt. Die Klassengrenzen beziehen sich auf den Rw des eingebauten Fensters.

KlasseRw (dB)Typischer Aufbau
125 bis 29Einfachverglasung
230 bis 34Standard-Isolierglas 4/16/4
335 bis 39Isolierglas mit ungleich dicken Scheiben, etwa 6 mm außen, 4 mm innen
440 bis 44dickere Außenscheibe (etwa 9 mm) mit Schallschutzfolie
545 bis 49Außenscheibe um 11,5 mm, Innenscheibe um 9,5 mm, Schallschutzfolie
6ab 50Kasten- oder Doppelfenster mit getrennten Flügeln
Quelle: Klasseneinteilung nach VDI 2719, Aufbauten nach fensterblick.de.

Die ungleich dicken Scheiben in Klasse 3 sind kein Zufall. Zwei gleiche Scheiben schwingen bei derselben Frequenz mit und lassen dort gemeinsam Schall durch. Unterschiedliche Dicken verschieben die Schwachstellen gegeneinander. Das ist dasselbe Prinzip, das im Trockenbau mit verschiedenen Plattenlagen arbeitet. Welche Klasse sich lohnt und wie man nachrüstet, steht im Artikel Schallschutzfenster nachrüsten.

Tabelle 4: Türen nach Schallschutzklassen

KlasseRw im Labor (dB)Einsatz
SK1ab 27Mindestwert für Wohnungseingangstüren zu Hausfluren
SK2ab 32Wohnungseingangstüren, Büros
SK3ab 37Praxen, Besprechungsräume; Mindestwert für Türen, die direkt vom Treppenhaus in Aufenthaltsräume führen
SK4ab 42Musikräume, Studios
SK5ab 47professionelle Studios
Die Mindestwerte 27 und 37 dB stammen aus der DIN 4109-1 für Mehrfamilienhäuser. Eine Türe ist in jeder Wand das schwächste Glied, und die DIN rechnet damit: Für Wände mit Türen gilt nach einer Fußnote, wie sie der Hersteller KLB aus der DIN 4109-1 zitiert, R'w der Wand gleich Rw der Tür plus 15 dB. Eine 60-dB-Wand mit einer 32-dB-Tür darin ist akustisch eine 32-dB-Wand mit etwas Zubehör. Die Details zu Zarge, Dichtung und Absenkdichtung stehen im Artikel zu den Schallschutzklassen bei Türen.

Tabelle 5: Was die Norm mindestens verlangt

Damit man die Werte oben einordnen kann, hier die Mindestanforderungen der DIN 4109-1:2018 an den Luftschall, als erforderliches R'w im fertigen Gebäude.

Bauteilerf. R'w (dB)
Wohnungstrennwände≥ 53
Treppenraumwände, Wände neben Hausfluren≥ 53
Wohnungstrenndecken≥ 54
Haustrennwand Reihen- und Doppelhaus, unterstes Geschoss≥ 59
Haustrennwand Reihen- und Doppelhaus, darüber≥ 62
Wände zwischen Hotelzimmern≥ 47
Türen vom Hausflur in einen WohnungsflurRw ≥ 27
Türen vom Hausflur direkt in AufenthaltsräumeRw ≥ 37
Quelle: DIN 4109-1:2018-01, wiedergegeben in Knauf, Anforderungen an die Innenbauteile, Tabellen AI.2 bis AI.4.

Wichtig ist das Wort „mindestens". Knauf fasst die Schutzziele der Norm in seiner Übersicht so zusammen: Gesundheitsschutz, Vertraulichkeit bei normaler Sprechweise, Schutz vor unzumutbaren Belästigungen. Und schreibt gleich dazu, dass man bei erfüllten Mindestanforderungen nicht davon ausgehen könne, Geräusche aus Nachbarräumen würden nicht wahrgenommen. Eine Wohnung, die exakt 53 dB erreicht, ist normgerecht, und man hört trotzdem den Fernseher nebenan, wenn er laut läuft. Wer mehr will, muss es beim Bau ausdrücklich vereinbaren, etwa nach den Schallschutzstufen der VDI 4100.

Was in keiner dieser Tabellen steht: Schaumstoff und Eierkartons

Wer „Schalldämmung Materialien" sucht, stößt in Onlineshops schnell auf Noppenschaum, Pyramidenschaum und dünne Dämmplatten. Die finden Sie in keiner Tabelle dieses Artikels, und das hat einen Grund.

Man kann es mit dem Massegesetz selbst überschlagen. Die Formel aus dem Lehrbuch lautet R = 20 · lg(f · m') − 47 dB. Ein Quadratmeter Akustikschaum wiegt grob ein bis zwei Kilogramm. Bei 1,5 kg und 500 Hz, also mitten im Sprachbereich, ergibt das rund 10 dB, und zwar in der Theorie für eine geschlossene Platte. Schaum ist offenporig, Luft und damit Schall kommen hindurch, der echte Wert liegt also noch darunter. Eine einzelne Gipsplatte mit etwa 9 kg pro Quadratmeter, das Plattengewicht, mit dem Knauf seine Werte misst, kommt nach derselben Formel schon auf rund 26 dB. Das ist meine Überschlagsrechnung, keine Prüfung, aber sie zeigt die Größenordnung.

Schaum ist ein Absorber. Er macht den eigenen Raum weniger hallig und kann dort viel bewirken. Zum Nachbarn hin bringt er fast nichts. Wer den Unterschied genauer braucht, findet ihn im Artikel über Trittschall und Luftschall und in der Absorptionsgrad-Tabelle.

Wie man die Tabelle richtig benutzt

Aus den Quellen oben ziehe ich ein paar Regeln, die mir wichtiger scheinen als jede einzelne Zahl.

Das schwächste Bauteil bestimmt das Ergebnis. Eine 60-dB-Wand mit einer undichten Steckdose, einer Tür oder einem gekippten Fenster darin ist keine 60-dB-Wand. Schall addiert sich nicht wie Geld, er sucht sich den kürzesten Weg.

Vom Tabellenwert gehen im Bau fast immer ein paar Dezibel ab. Im Nachweisbeispiel aus der Einleitung waren es 3 dB über die Nebenwege und 2 dB Sicherheitsabschlag. Wer eine Anforderung knapp erfüllen will, sollte mit Rw-Werten deutlich über dem Ziel planen.

Bei Lärm mit viel Bass zählt Rw + Ctr, und der Unterschied ist bei leichten Wänden bis zu elf Dezibel groß, siehe Trockenbautabelle.

Und: Masse oder Entkopplung, beides geht, aber nicht halb. Eine Massivwand wird durch mehr Gewicht besser, eine Leichtbauwand durch mehr Abstand, mehr Lagen und eine konsequente Trennung der Schalen. Eine schwere Platte, die starr auf die bestehende Wand geschraubt wird, ist beides nicht richtig.

Meine Einschätzung

Die ehrlichste Materialtabelle für Schalldämmung hat eigentlich nur eine Spalte: Kilogramm pro Quadratmeter. Alles andere, Stein oder Beton, weiß oder grau, ändert wenig. Die einzige echte Ausnahme ist die zweischalige Leichtbauwand, und sie ist eine der eleganteren Ideen des Bauwesens, weil sie mit einem Achtel des Gewichts dasselbe schafft. Wer heute eine Trennwand einzieht, sollte sie deshalb nicht aus Porenbeton mauern, nur weil Mauern sich solider anfühlt. 11,5 cm Porenbeton kommen auf rund 40 dB, eine gut gebaute Ständerwand gleicher Dicke auf 55 und mehr. Beim Bass sieht es anders aus, und da würde ich im Zweifel beides kombinieren.

Häufige Fragen

Welches Material dämmt Schall am besten?

Bei einschaligen Wänden das schwerste pro Quadratmeter, also Stahlbeton oder Kalksandstein hoher Rohdichte. Pro Kilogramm dämmen zweischalige Trockenbauwände mit Mineralwolle im Hohlraum deutlich besser. Knauf gibt für eine 10 cm dicke Wand mit 55 kg/m² ein Rw von 59,4 dB an.

Wie viel dB dämmt eine 24er Kalksandsteinwand?

Mit RDK 2,0 und beidseitigem Putz ergibt die Gleichung der DIN 4109-32 ein Rw von 60,5 dB. Eingebaut, mit den Nebenwegen über angrenzende Bauteile, sind es in einem veröffentlichten Nachweisbeispiel 57,5 dB vor Sicherheitsabschlag.

Was ist der Unterschied zwischen Rw und R'w?

Rw beschreibt das Bauteil allein, im Labor oder nach Rechenwert. R'w ist der Wert im fertigen Gebäude einschließlich der Übertragung über Decken, Böden und angrenzende Wände. R'w ist fast immer niedriger, und die Anforderungen der DIN 4109-1 beziehen sich auf R'w.

Dämmt Styropor oder Akustikschaum Schall?

Zum Nachbarn hin kaum. Beide Materialien sind zu leicht, und offenporiger Schaum lässt Luft durch. Sie verbessern die Akustik im eigenen Raum, nicht die Schalldämmung zwischen zwei Räumen.

Wie viel Schalldämmung braucht eine Wohnungstrennwand?

Nach DIN 4109-1 mindestens R'w 53 dB, eine Wohnungstrenndecke 54 dB, eine Haustrennwand zwischen Reihenhäusern 59 bis 62 dB. Das ist der Mindeststandard, kein Komfortwert.

Quellen

  • DIN 4109-2:2018-01, Schallschutz im Hochbau, Teil 2: Rechnerische Nachweise, Anhang D, Tabelle D.1 (Gleichungen Rw = 30,9 lg m' − 22,2 und Rw = 32,6 lg m' − 22,5 mit Beispielwerten), Sicherheitsbeiwert 2 dB nach 5.3.3 (Auszug über bauleitplaene-mv.de, abgerufen 28.09.2026)
  • gaf-online: Schallschutznachweis nach DIN 4109:2016, Musterbeispiel Mehrfamilienhaus (24 cm KS RDK 2,0, m' = 476 kg/m², Rw 60,5 dB, R'w 57,5 dB, vorh. R'w 55,5 dB, erf. R'w 53 dB; Porenbeton 11,5 cm 39,6 dB), abgerufen 28.09.2026
  • Knauf: Anforderungen an die Innenbauteile nach DIN 4109-1:2018-01, Tabellen AI.2 bis AI.5 (downloads.knauf.de, abgerufen 28.09.2026)
  • Knauf: W11.de Metallständerwände Systemübersicht, Schalldämm-Maße W111, W112, W115 (downloads.knauf.de, abgerufen 28.09.2026)
  • Knauf: Gewichtsoptimierung im Wohnungsbau, Angaben zu W112 mit Diamant-Platten, 55 kg/m², Rw 59,4 dB (knauf.com, abgerufen 28.09.2026)
  • BauNetz Wissen: Schallschutz einschaliger Bauteile (Mauerwerk) mit R'w-Werten nach Steinart und Dicke; Schalldämmung einschaliger Wände (Massegesetz R = 20 lg(f m') − 47, 6 dB je Verdopplung), abgerufen 28.09.2026
  • Universität Stuttgart, ILIAS-Glossar: Bergersches Massegesetz, abgerufen 28.09.2026
  • KS-Schallschutzrechner (ks-schallschutzrechner.de): Hinweis zu wärmedämmenden Lochsteinen außerhalb der DIN 4109-32, abgerufen 28.09.2026
  • KLB Klimaleichtblock: Broschüre Schallschutz (2018), Fußnote zu Wänden mit Türen, R'w (Wand) = Rw (Tür) + 15 dB
  • Wikipedia: Schalldämmmaß, Abschnitte zu Rw nach DIN EN ISO 717-1 und Kritik am Einzahlwert, abgerufen 28.09.2026
  • fensterblick.de: Schallschutzklassen für Fenster nach VDI 2719 mit Glasaufbauten, abgerufen 28.09.2026

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