Raumakustik-Rechner
Berechne Nachhallzeit und Raummoden deines Raums. Finde Problemfrequenzen und die optimale Hoerposition.
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| Frequenz (Hz) | Typ | Ordnung | Wellenlaenge (m) |
|---|
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So funktioniert die Berechnung
Was ist die Nachhallzeit?
Die Nachhallzeit (T60) gibt an, wie lange ein Schallsignal braucht, bis es um 60 dB abklingt. In einem leeren Betonraum hallt es lange nach, in einem vollgestopften Wohnzimmer mit Teppich und Polstermoebeln kaum. Fuer Sprache und Videokonferenzen sind kurze Nachhallzeiten wichtig, fuer Musik darf es etwas mehr sein.
Die Sabinesche Formel
Dieser Rechner nutzt die Sabinesche Nachhallformel, benannt nach dem Physiker Wallace Clement Sabine. Sie gilt als Standardverfahren und ist in der DIN 18041 verankert:
V ist das Raumvolumen in Kubikmetern, A die aequivalente Absorptionsflaeche in Quadratmetern. A ergibt sich aus der Summe aller Oberflaechenflaechen, jeweils multipliziert mit ihrem Absorptionskoeffizienten (ein Wert zwischen 0 und 1, der angibt, wie viel Schall das Material schluckt).
Absorptionskoeffizienten
Die hier verwendeten Werte sind Mittelwerte ueber den Frequenzbereich 250 bis 2000 Hz und stammen aus gaengigen akustischen Nachschlagewerken. In der Praxis koennen die Werte je nach genauem Produkt, Einbausituation und Frequenz abweichen. Tiefe Frequenzen (Bass) sind besonders schwer zu daempfen und benoetigen dickere Absorber oder spezielle Bassfallen.
Ziel-Nachhallzeiten (DIN 18041)
Die DIN 18041 gibt Empfehlungen fuer Nachhallzeiten je nach Nutzungsart und Raumgroesse. Dieser Rechner verwendet vereinfachte Richtwerte. Fuer professionelle Planung empfehlen wir eine akustische Messung vor Ort.
Was sind Raummoden?
Raummoden (auch Eigenfrequenzen oder stehende Wellen genannt) entstehen, wenn Schallwellen zwischen parallelen Waenden hin- und herreflektiert werden und sich dabei verstaerken. An bestimmten Frequenzen bilden sich stehende Wellen, die zu deutlichen Lautstaerkeschwankungen im Raum fuehren: An manchen Stellen brummt der Bass uebertrieben, an anderen ist er fast unhroerbar.
Die Raummoden-Formel
Die Eigenfrequenzen eines quaderfoermigen Raums berechnen sich nach:
Dabei ist c die Schallgeschwindigkeit (343 m/s bei 20 °C), L, B, H die Raummasse und nx, ny, nz die Modenordnung (ganze Zahlen ab 0). Axiale Moden (nur eine Dimension aktiv) sind am staerksten hoerbar. Tangentiale und oblique Moden sind schwaercher, koennen aber zu Anhaeufungen beitragen.
Bolt-Area: Ideale Raumverhaeltnisse
Der Akustiker Richard Bolt hat 1946 untersucht, welche Raumproportionen zu einer moeglichst gleichmaessigen Modenverteilung fuehren. Das ideale Verhaeltnis liegt bei etwa 1 : 1,28 : 1,54 (Hoehe : Breite : Laenge). Wuerfelfoermige Raeume sind besonders problematisch, weil sich dort viele Moden bei denselben Frequenzen haeufen.